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Im Gegensatz zu den in Deutschland ansässigen Rindern leben die
schottischen Hochlandrinder das ganze Jahr im Freien. Durch ihr langes
und dichtes Fell benötigen sie auch im Winter keinen Stall, der sie vor
Kälte schützen muss. Bevor man mit dem Züchten dieser Rinder beginnt,
sollte man sich eingehende Informationen holen, um diese Hochlandrinder
auch artgerecht halten zu können. Die Weidefläche sollte pro Kuh mit einem Kalb auf etwa einem Hektar
gerechnet werden. Für die Zucht müssen mindestens drei Weideplätze
vorhanden sein. Eine Gemeinschaftsweide, auf der sich alle Rinder
befinden. Wenn ein Kalb, acht Monate alt ist, muss es die
Gemeinschaftsweide verlassen. Sollte es sich hierbei um weibliche
Kälber handeln, so sollten diese auf eine extra Weidefläche
untergebracht werden. Ansonsten kann es passieren, das sie von ihrem
eigenen Vater oder Bruder gedeckt werden. Damit die Mutterkuh sich auf
ihr nächstes Kälbchen vorbereiten kann, sollte sie von allen Bullen
getrennt werden. Das Kalben selbst verläuft bei den Hochlandrindern
völlig ohne Komplikationen und fremder Hilfe. Sehr zeitig im Frühjahr,
wenn es noch Frost geben kann, bringen sie ihre Kälber zur Welt. Diese
bleiben dann ca. acht bis zehn Monate bei der gesamten Herde und werden
dann auf eine separate Weide abgesetzt. Weibliche Hochlandrinder können
bis zu ihrem zwanzigsten Lebensjahr bis zu fünfzehn Kälber aufziehen
und diese Zahl ist keine Seltenheit. Die Weidefläche sollte von einem
Elektrozaun umgeben sein, damit die Hochlandrinder nicht ausreißen
können. Am sichersten ist ein Elektrozaun mit einem starkem
Schlaggerät. Von einem Stacheldrahtzaun sollte man abstand nehmen, die
ausgewachsenen Tiere, benutzen ihn gerne als Wellnessgerät um sich
daran zu reiben, aber den kleinen Kälbern schadet er, weil sie sich an
dem Stacheldrahtzaun schwer verletzen können. Der beste Zaun für
Hochlandrinder besteh aus immer bereitgestelltem Futter und frischem
Wasser, meine 10 Tiere benötigen im Sommer 1m³ an
3 Tagen. Auch in ihrer Verpflegung sind die Hochlandrinder sehr genügsam. In der
Sommerzeit sollte immer frisches Gras und in den Wintermonaten immer
frisches Heu zur Verfügung stehen. Zusätzlich zu Gras und Heu, sollte
man ein Mineralstoffgemisch dem Futter beimengen und einen
Salzleckstein an dem die Rinder nach Lust und Laune schlecken können.
Die Wassermenge, die ein Hochlandrind täglich benötigt, sollte nicht
unter 40 Litern bei einer größeren Herde liegen. Im Winter kann die
Wasserversorgung zu einem Problem werden. Wenn der Winter richtig kalt
wird, wird das Wasser gefrieren. Die Lösung hierfür, ein
Thermotrinkwasserfass, das ein Einfrieren des Wassers verhindert. Wenn
ein Bach an der Weide vorhanden ist, kommt diese Problem ja gar nicht
erst auf, eventuell schon beim Bau des Zaunes darauf achten. Bei den Deutschen Rindern muss der Tierarzt ja öfter mal vorbeischauen
und auch beim Kalben muss er helfen. Die schottischen Hochlandrinder
scheinen gegen fast alle Krankheiten immun zu sein. Sie benötigen den
Tierarzt bei der vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Kontrolluntersuchung,
eine regelmäßige Behandlung von Parasiten, sollte man in jedem Fall vom
Tierarzt machen lassen. Ältere Tiere benötigen einmal im Jahr eine Klauenpflege, also
ein Fangstand ist bei ernsthafter Beschäftigung mit den Tieren von
Vorteil. Wenn man sich ein bisschen mit den
Hochlandrindern befasst und sie ein wenig beobachtet, wird man mit
Sicherheit sofort feststellen, wenn es einem der Rinder nicht gut geht
und man kann dann den Tierarzt zurate ziehen. Für eine Untersuchung ist
es wichtig, das der Tierarzt sich vernünftig um das Tier kümmern kann.
Auch für das Rind ist es besser, wenn die Untersuchung ohne Stress
geschieht. Dazu sollte man sich und seinen Tieren die Möglichkeit einer
festen Fixierung schaffen. Denn nicht immer sind die Rinder so zahm und lassen sich von fremden Menschen anfassen. Bewegungen der Tiere (Geburt, Bewegung, Schlachtung usw.) sollte man innerhalb von sieben Tagen in detr HI-Tier Datenbank melden. Für die Kälbchen muss man rechtzeitig Ohrenmarken
bestellen, die Lieferung kann bis zu drei Wochen dauern.
Bei Fragen und Tipps Kontaktieren Sie uns einfach über das Kontaktformular und wir werden schnellstmöglich Antworten.
Nützliche Links:
- HI-Tier Datenbank (Herkunftsicherungs- und Informationssystem für Tiere) - Tierseuchenkasse - landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft - BHV1-Verordnung - Tiertransportgesetz
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