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Die Geschichte der Highland Cattles

Die Haltung von schottischen Hochlandrindern auf Weideflächen innerhalb Deutschlands, erfreut sich an stetig wachsender Beliebtheit. Doch wie lange sind Highland Cattle schon in Deutschland ansässig und wie gelangten Sie von Schottland hier her?

Der nachfolgende Artikel beinhaltet einen kurze Einfügung in die Geschichte und die Heimat der Highland Cattle.

Der Ursprung des Highland Cattle

Seinen Ursprung hat das schottische Hochlandrind im Nordwesten der schottischen Insel in den Hochlandmooren. Das Highland Cattle gilt als Robustrind, auf Grund der windigen Begebenheiten und seinen niedrigen Ansprüchen. Dies bot sich besonders als Lebensgrundlage für die vielen Kleinbauern an. Diese Rinder benötigten auch im tiefsten Winter keinen Stall, dies vereinfachte den Bauern die Haltung und sie konnten problemlos das ganze Jahr über auf der Wiese gehalten werden.

 

Das Nutztier

Ihren Nutzen erwiesen die Highland Cattles in erster Linie als Fell-, Fleisch-, und Milchproduzent. Neben dem Einsatzgebiet als Nahrungslieferant wurde es ebenfalls als Zugtier vor den Pflug oder Wagen gespannt. Das Highland Cattle trug lange den Namen „Kyloes“ oder „das schwarze Vieh“. Kyloes stand hierbei für die kleinen Fährboote in den Meerengen, welche den selben Namen trugen. Auf ihnen wurden die Rinder zu den Viehmärkten auf das Festland befördert. Das schwarze Vieh hatte den einfachen Ursprung, dass die Highland Cattles damals überwiegend in schwarzer Fellfärbung vorkamen.

 

Die Herdenwanderung

Im Norden Schottlands gibt es kaum nährreiche Bodenschätze. Die karge Landschaft erinnert eher an eine Steinwüste ohne einen Hinweis auf Leben. Da es keine Möglichkeit gab dort die Tiere zu Nähren mussten sie weiter in den Süden oder Norden von Englands getrieben werden, in dessen Regionen saftige Wiesen vorhanden waren. Diese Aufgabe übernahmen die Drovers, welche abgehärtete wortkarge Männer waren, die wie das Highland Cattle aus dem Schottischen Hochland stammen. 
Kaum eine andere Rasse hätte diese strapazenreiche Reise dorthin überstanden, doch durch die kleine Größe der Highland Cattles und dessen stämmigen kurzen Beine waren sie wie für die geröllige, karge und stürmische Distanz über zahlreiche Berghänge geschaffen

 

 

Die erste Zuchtvereinigung

In Schottland wurde 1884 die erste Zuchtbuchvereinigung in Schottland gegründet. Diese Eintragung ist Gang und Gebe geworden und eine kleine Modeströmung welche sich bis heute gehalten hat. Dabei handelte es sich um ein Herdenbuch, in welchem jedes Tier dokumentiert wurde und dessen Anlagen und Merkmale. So entstand auch eine Kontrolle über die Highland Cuttles Zucht.

 

Die Zucht im Laufe der Zeit

Damals waren die meisten Zuchtbullen schwarz, diese hatten den Ruf besonders robust und stark zu sein. Diese Einstellung änderte sich mit der Zeit und um 1919 rum wurden vermehrt rot-braune Tiere bevorzugt, dies hatte zu Folge, dass die schwarzen Bullen keine Abnehmer mehr fanden. Diese Haltung hat auch bis heute seine Folgen hinterlassen. Heute sieht man kaum noch schwarze Highland Cattles, ein Herdenverband besteht meistens aus rot-farbigen Rindern. Weitere Farben mixten sich über die Jahre rein und so gibt es sie auch gestreift, blond, grau und weiß. Da die weiße Fellfärbung am seltensten vorkommt ist sie besonders beliebt und es wird versucht diese vermehrt zu züchten.
Doch eine Tradition ist bis heute geblieben. Die Highland Cattles werden seit mehr als 200 Jahren in Reinzucht gezüchtet, was heute eine Seltenheit in der Tierzucht geworden ist.
Zur Zeit der Landenteignung, Mitte des 19. Jahrhunderts, erlebten die Highland Cattles dann ihren ersten Niederschlag. Sie wurden auf Grund der wirtschaftlichen Zerrüttung von profitableren Schafherden abgelöst. In dieser Zeit entstanden jede Menge Sagen und Geschichten rund um das Urrind. Ihr vielseitiger Nutzen wurde im Laufe des Jahrhunderts jedoch wieder entdeckt, so fanden sie wieder mehr Interesse, nicht zuletzt auf Grund ihres würzigem Qualitätsfleisch.

 

Mitte der 70er eroberte das Highland die BRD

Auf das Festland kamen die Highland Cattles über kleine Fährboote. So wurden sie auf Viehmärkten weiterverkauft. In Deutschland stieg der Wunsch der Bauern um 1975 an, die Weiden extensiv zu führen. Durch ihre genügsame Art und ihrem tollen Charakter fanden sich die Highland Cattles schnell hoher Beliebtheit, so verbreiteten sie sich in Deutschland um 1978 im rasanten Tempo. Noch bis heute finden die reinrassigen, gutmütigen Tiere viele Liebhaber.

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