Besondere Eigenschaften

Das schottische Hochlandrind unterrscheidet sich in einigen wesentlichen Merkmalen von dem allgemein bekanntem Hausrind. Es gibt nicht nur offensichtliche Unterschiede wie die länge des Fells, sondern auch in den Charaktereigenschaften, die verschieden ausgeprägt sind.

Die Abstammung des Hochlandrinds

Das Highland Cattle, findet seine ursprüngliche Abstammung in den schottischen Highlands, den Hochebenen des nordwestlich gelegenen Schottlands. Da diese Landstriche sich vor allem durch ihre Kargheit, extreme Witterungen und Lebensbedingungen auszeichnet, bedarf es Zucht und Haltung einer Rinderart, die diesen schweren Verhältnissen durch charakterliche, aber vor allem durch körperliche Eigenschaften und Einzigartigkeiten trotzt sowie ebenso die Zweckmäßigkeit eines Nutztieres erfüllt. Eine derart robuste, langlebige und in seiner Haltung relativ unkomplizierte Rinderart fand man in der Zucht der Highland Cattle.

 

Ganzjährige Freilandhaltung

Für das harte Leben in den schottischen Hochebenen war und ist diese Rasse geradezu perfekt zu nennen: Außer der bereits erwähnten Robustheit und Langlebigkeit zeichnet sie sich vor allem auch durch ihre Eigenschaft als Mehrnutzungsrind aus, das aufgrund seiner körperlichen Eigenschaften unkompliziert in ganzjähriger Freilandhaltung gezogen werden kann.

 

Gutmütige und willensstarker Charakter

Diese körperlichen Besonderheiten, auf die im weiteren Verlauf des Textes noch detaillierter eingegangen werden wird, aber vor allem die einzigartig positiven Charaktereigenschaften dieser Tiere, machen sie zu einer der wenigen Rinderarten, deren Bestimmung über die des reinen Nutztieres hinausgeht. Highland Cattle wirken auf den ersten Blick für den Betrachter aufgrund ihrer hervorstechenden körperlichen Merkmale imposant und beeindruckend zugleich. Doch hinter dieser massigen Fassade verbirgt sich ein gutmütiger, willensstarker und treuer Charakter, der seines gleichen unter den Rinderarten sucht.

 

Doch wie sieht sie aus, diese besondere Rinderrasse?

Nun, der Anblick der Highland Cattle ist für die meisten Menschen trotz ihrer zahlreichen Verbreitung in den deutschen Landen noch fremd. Das meist rote, gelbe, schwarze oder rötlich-braune, langhaarige Fell dieser Tiere, das schon zottelig zu nennen ist, wirkt in Verbindung mit den kräftigen, langen und gebogenen Hörnern äußerst beeindruckend auf den Betrachter. Auch die jeweilige Größe von bis zu 135 cm bei Bullen und 120 cm bei Weibchen in Kombination mit einem Durchschnittsgewicht von über einer halben Tonne, unterstreicht den Eindruck eines gutmütigen kleinen “Zottelriesen”.

 

Diesen kurzen Eindruck vorausgeschickt, kommen wir zur Rassenbeschreibung und betrachten wir uns die verschiedene Körperpartien des Highland Cattle nun im Einzelnen, da sich dieses Tier außer durch seine Nutzeigenschaften auch durch seine Schönheit auszeichnet:

 

Der Kopf

Der Kopf des Highland Cattle zeichnet sich durch seine Ausdrucksstärke und sein fast schon malerisch zu nennendes Profil aus. Im Idealfall sind die Augen groß und lebhaft glänzend, bedeckt von einem buschigen Haarschopf. Das Maul, kurz und breit mit großen Nüstern, vervollständigt das Dreieck ähnliche Aussehen des Kopfes, der majestätisch gekrönt wird von geschlechtsspezifisch unterschiedlich geformten Hörnern. Bei Bullen haben sie eine kräftige, waagerecht nach vorne gerichtete, Bogen artige Form, während die Hörner bei den Kühen deutlich länger und zumeist auch ausladender sind und in ihrem Bogen nach oben zeigen. Die Ohren sind groß, buschig und wirken im Vergleich mit dem massiven Kopf und den starken, glatten Hörnern seltsam drollig und anrührend. Oft ist an ihnen auch ein sogenannter haariger „Behang“ zu finden, der lange nach unten wächst

 

Die Gliedmaßen

Die Gliedmaßen des Tieres wirken im Hinblick auf die Masse und Gewicht des Körpers ein wenig kurz und gedrungen, sind allerdings äußerst belastbar und in ihrer Muskulatur stark ausgebildet.

 

Die Beine

Die Beine schwingen in starken Oberschenkeln zu dem massiven Körper hin aus und sind bedeckt von langem Fell. Hufe und Unterschenkel wirken klein und gedrungen.

 

Der Rücken

Diese Beine tragen den kräftigen Körper des Tieres, der einen langen, geraden und muskulösen Rücken aufweist. Dieser ist breit und ausgeprägt.

 

Der Torso

Rippen-, Brust- und Hüftknochen liegen tief und treten somit im Gegensatz zu vielen anderen Rinderrassen nicht hervor.

 

Der Nacken

Der Nacken des Highland Cattle Bullen weist eine starke Wölbung auf, die, wie der Rest des Körpers, stark mit welligem, zotteligem Fell bedeckt ist.

 

Die Geschlechter

Bei weiblichen Tieren dieser Gattung bilden Nacken, Rücken und Kopf eine gerade Linie, die im Bereich des Beckens zum Schwanzansatz hin leicht ansteigt . Der das Erscheinungsbild der Körper, beider Geschlechter, vollendende Schwanz des Highland Cattle weist eine Rinder typische Länge (die Länge der Oberschenkel ist hierbei zumeist maßgebend) auf und ist in seinem Verlauf hin zunehmend buschig.

 

Das Fell

Zu guter Letzt ist noch einmal das Augenmerk auf das bereits viel bezeichnete und erwähnte Fell des Highland Cattle zu richten. Seiner Schutzfunktion gegen extreme Wettereinflüsse und dem Befall von Parasiten gerecht werdend ist das Fell üppig und lang. Es wirkt ein wenig verfilzt und zerzaust und vermittelt ein wenig den Eindruck eines nicht enden wollenden Fellwechsels.

 

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